Manchmal muss man nachgeben. Ich habe auf Facebook ein Tattoo von jemandem gesehen; geschrieben steht: That which yields is not always weak.
Ich versuche also nachzugeben, mich demütig dem Leben hinzugeben. Ich versuche täglich aufs Neue den Möglichkeiten mit Neugier zu begegnen. Nicht mehr mit Angst, nicht mehr mit Wut und Hass.
Es ist ein schwieriges Unterfangen.
Ich schreibe sehr viel. Schreibe an IHN und an den anderen. Aber meist an IHN. Ich schreibe in Du-Form, als wäre es ein Brief, oder als würde ich ihm erzählen, wie es damals war. Ich schreibe davon ihn zu besiegen, ihn hinter mir zu lassen, ihn aus meinen Gedanken gehen zu lassen. Es befreit und ich fühle mich danach tatsächlich leichter.
Ich will wissen von dem Horror der damals mein Leben war, aber nicht länger will ich ihm mit Angst begegnen. Nicht länger will ich mich von den Erinnerungen überwältigen lassen.
Ich will mich dem ganzen Unglück stellen, mich IHM stellen.
Es ist ein Weg der Heilung, der für mich meist nur durch Schreiben möglich ist. Vielleicht kann ich eines Tages davon sprechen. Vielleicht werde ich tatsälich einmal eine Lesung halten und so davon sprechen.
Aber es mir nun möglich IHM in meinen Gedanken entgegen zu treten.
Und das ist schon sehr viel.
Donnerstag, 10. Januar 2013
Montag, 7. Januar 2013
co-bewusst! wohl eher nicht. :(
ich dachte wir wären langsam ein team. ich dachte, wir wären auf einem guten weg.
bevor S wieder nach england geflogen ist, vor vielen wochen, da hat jemand innen versucht sie zu küssen. sie musste diesen jemand doch tatsächlich davon ABHALTEN!
ich habe nicht den leisesten funken erinnerung daran. gar nichts ist da. gar nichts.
und dann das erlebnis gestern auch noch dazu.
ich bin ziemlich erschüttert gerade. S, die jetzt wieder in ö ist, hat es mir gerade erst erzählt.
was passiert da noch alles, ohne dass ich es weiß?
wieviele menschen haben wir geküsst und und ich weiß nichts davon?
mit wievielen menschen haben wir geflirtet, ohne dass ich auch nur eine ahnung davon habe!?
ich bin sehr durcheinander. richtig durch den wind.
ich dachte wir wären auf einem so guten, GUTEN weg. aber nein... anscheinend habe ich mir einiges davon eingeblidet.
bevor S wieder nach england geflogen ist, vor vielen wochen, da hat jemand innen versucht sie zu küssen. sie musste diesen jemand doch tatsächlich davon ABHALTEN!
ich habe nicht den leisesten funken erinnerung daran. gar nichts ist da. gar nichts.
und dann das erlebnis gestern auch noch dazu.
ich bin ziemlich erschüttert gerade. S, die jetzt wieder in ö ist, hat es mir gerade erst erzählt.
was passiert da noch alles, ohne dass ich es weiß?
wieviele menschen haben wir geküsst und und ich weiß nichts davon?
mit wievielen menschen haben wir geflirtet, ohne dass ich auch nur eine ahnung davon habe!?
ich bin sehr durcheinander. richtig durch den wind.
ich dachte wir wären auf einem so guten, GUTEN weg. aber nein... anscheinend habe ich mir einiges davon eingeblidet.
fragen über das multipel-sein
ich habe in letzter zeit wieder sehr viele geschichten und gedichte geschrieben. es macht mir wieder freude und ich fühle mich inspiriert.
ich merke auch wie sich die handschriften verändern. also bin nicht nur ich es, die schreibt. viele schreiben mit, schreiben ihre eigenen gedichte und geschichten, oder bringen ihre ideen ein.
gestern kam Mime raus und spielte mit ihren Legos. Sie war ziemlich traurig, weil niemand kam, weder S noch L, die beide hinter ihr auf der Couch saßen, um mit ihr zu spielen. Mime spricht nicht. Sie ist ein Kind, dass sich nur durch Pantomime verständigt (daher auch ihr Name). Ich war die meiste Zeit mit-anwesend. Allerdings hat sie doch ziemlich heftig mit L gestikuliert, an was ich mich nicht erinnern konnte. Daher nur "die meiste Zeit" - was schon besser ist als: "Gar nicht", so wie es früher immer war, wenn Mime rauskam.
S meinte sie würde gerne mit unserer Sarah sprechen. Sarah hat ein äußerst spirituelles Wesen. Sie hat S ein Email geschrieben, als S noch in England war, wo sie ihr Mut zugesprochen hat. An dieses Email konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Und ich dachte, ich wäre immer dabei, wenn Sarah anwesend ist - aber anscheinend nicht.
Immer noch so verwirrend, meine Erinnerungslücken.
Ich habe jemanden kennengelernt, dem ich schon am dritten Abend, den wir zusammen verbrachten, gesagt habe, dass ich multipel bin. Ich weiß nicht warum ich es getan habe, denn normalerweise warte ich doch ein wenig länger, wenn sich etwas wie Freundschaft oder mehr anbahnt. Aber mein Bauchgefühl sagte mir, dass es okay wäre, und ich habe es einfach getan.
Er wusste, was eine multiple Persönlichkeitsstörung ist. Wieviel er davon weiß, weiß ich bis heute jedoch nicht. Ich habe ihn nicht gefragt.
Irgendwann wird er mich vielleicht fragen, wie es sich bei mir auswirkt. Was soll ich dann bloß sagen? Wie soll ich es ihm erklären?
Die Basics sind ja schnell abgeklärt: aufgrund mehrer schwerer Traumata hat sich mein Ich in viele Ichs aufgespalten.
Und dann? Was weiter?
Meine Welt erklären? Meine innere oder doch lieber mein Außenleben mit den verschiedenen Realitäten?
Wie soll ich ihm sagen, dass manchmal ein Kind da ist, manchmal ein Teenager, manchmal sogar ein Mann?
Ich habe immer Angst, dass meine Freunschaften alle zerbrechen, wenn ich zu viel hergebe von mir. Wenn ich zu viel zeige. Ich lebe ständig mit dem Gefühl mich verstecken zu müssen, mich und meine "headmates" nicht zeigen zu dürfen. Doch dann kommen die überraschenden Momente und sie zeigen sich doch.
Ich weiß es einfach nicht ... wie wird dieses Gespräch, sollte es denn einmal kommen, verlaufen?
Es ist manchmal echt verdammt einsam multipel zu sein.
ich merke auch wie sich die handschriften verändern. also bin nicht nur ich es, die schreibt. viele schreiben mit, schreiben ihre eigenen gedichte und geschichten, oder bringen ihre ideen ein.
gestern kam Mime raus und spielte mit ihren Legos. Sie war ziemlich traurig, weil niemand kam, weder S noch L, die beide hinter ihr auf der Couch saßen, um mit ihr zu spielen. Mime spricht nicht. Sie ist ein Kind, dass sich nur durch Pantomime verständigt (daher auch ihr Name). Ich war die meiste Zeit mit-anwesend. Allerdings hat sie doch ziemlich heftig mit L gestikuliert, an was ich mich nicht erinnern konnte. Daher nur "die meiste Zeit" - was schon besser ist als: "Gar nicht", so wie es früher immer war, wenn Mime rauskam.
S meinte sie würde gerne mit unserer Sarah sprechen. Sarah hat ein äußerst spirituelles Wesen. Sie hat S ein Email geschrieben, als S noch in England war, wo sie ihr Mut zugesprochen hat. An dieses Email konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Und ich dachte, ich wäre immer dabei, wenn Sarah anwesend ist - aber anscheinend nicht.
Immer noch so verwirrend, meine Erinnerungslücken.
Ich habe jemanden kennengelernt, dem ich schon am dritten Abend, den wir zusammen verbrachten, gesagt habe, dass ich multipel bin. Ich weiß nicht warum ich es getan habe, denn normalerweise warte ich doch ein wenig länger, wenn sich etwas wie Freundschaft oder mehr anbahnt. Aber mein Bauchgefühl sagte mir, dass es okay wäre, und ich habe es einfach getan.
Er wusste, was eine multiple Persönlichkeitsstörung ist. Wieviel er davon weiß, weiß ich bis heute jedoch nicht. Ich habe ihn nicht gefragt.
Irgendwann wird er mich vielleicht fragen, wie es sich bei mir auswirkt. Was soll ich dann bloß sagen? Wie soll ich es ihm erklären?
Die Basics sind ja schnell abgeklärt: aufgrund mehrer schwerer Traumata hat sich mein Ich in viele Ichs aufgespalten.
Und dann? Was weiter?
Meine Welt erklären? Meine innere oder doch lieber mein Außenleben mit den verschiedenen Realitäten?
Wie soll ich ihm sagen, dass manchmal ein Kind da ist, manchmal ein Teenager, manchmal sogar ein Mann?
Ich habe immer Angst, dass meine Freunschaften alle zerbrechen, wenn ich zu viel hergebe von mir. Wenn ich zu viel zeige. Ich lebe ständig mit dem Gefühl mich verstecken zu müssen, mich und meine "headmates" nicht zeigen zu dürfen. Doch dann kommen die überraschenden Momente und sie zeigen sich doch.
Ich weiß es einfach nicht ... wie wird dieses Gespräch, sollte es denn einmal kommen, verlaufen?
Es ist manchmal echt verdammt einsam multipel zu sein.
Mittwoch, 2. Januar 2013
innerer konferenz-raum
heute ist ein guter tag, zumindest in der früh ist er gut. ob er auch später gut werden wird, wird sich weisen, aber ich bin durchaus positiv eingestellt.
gestern habe ich wieder einmal versucht in das konferenz-zimmer innen zu gehen. ein innenkind hat mich bei der hand genommen und hingeführt, aber es klappte nicht so ganz. ich finde es immer noch schwierig mit so vielen innenpersonen in "einem raum" zu sein.
das hört sich vielleicht für nicht-multis irgendwie eigenartig an, aber es ist wirklich schwierig.
die realität zu erblicken. die realitäten der einzelnen innenpersonen.
unser konferenz-raum ist mittlerweile ein sehr gemütlicher ort. wir mussten einen neuen erschaffen, denn in den alten wollte niemand kommen. im neuen befinden sich immer wieder personen, die miteinander reden möchten...
nur ich - ich schaffe es nicht reinzugehen und auch darin zu bleiben.
immer wieder haben mich verschiedene personen dazu ermahnt, präsent zu bleiben. aber es ging nicht. zu viel - zu viel auf einmal.
ich werde es wohl immer wieder üben müssen.
gestern habe ich wieder einmal versucht in das konferenz-zimmer innen zu gehen. ein innenkind hat mich bei der hand genommen und hingeführt, aber es klappte nicht so ganz. ich finde es immer noch schwierig mit so vielen innenpersonen in "einem raum" zu sein.
das hört sich vielleicht für nicht-multis irgendwie eigenartig an, aber es ist wirklich schwierig.
die realität zu erblicken. die realitäten der einzelnen innenpersonen.
unser konferenz-raum ist mittlerweile ein sehr gemütlicher ort. wir mussten einen neuen erschaffen, denn in den alten wollte niemand kommen. im neuen befinden sich immer wieder personen, die miteinander reden möchten...
nur ich - ich schaffe es nicht reinzugehen und auch darin zu bleiben.
immer wieder haben mich verschiedene personen dazu ermahnt, präsent zu bleiben. aber es ging nicht. zu viel - zu viel auf einmal.
ich werde es wohl immer wieder üben müssen.
Dienstag, 1. Januar 2013
das neue jahr...
...hat begonnen und verspricht viel gutes.
mit einigen dingen abzuschließen, verspricht es. meinen weg zu finden, verspricht es. eine zukunft. all dies verspricht das neue jahr.
ich denke, ich werde all dies und noch mehr tun. nicht nur im kommenden jahr sondern auch in den jahren danach.
ich bin positiv eingestellt und wenn auch einsam, so doch hoffnungsvoll.
es wird bestimmt ein schönes jahr.
mit einigen dingen abzuschließen, verspricht es. meinen weg zu finden, verspricht es. eine zukunft. all dies verspricht das neue jahr.
ich denke, ich werde all dies und noch mehr tun. nicht nur im kommenden jahr sondern auch in den jahren danach.
ich bin positiv eingestellt und wenn auch einsam, so doch hoffnungsvoll.
es wird bestimmt ein schönes jahr.
Freitag, 28. Dezember 2012
suizidalität von innenpersonen
irgendwer innen muss unglaublich suizidal sein. ich hatte heute nacht schon wieder einen alptraum über selbstmord. wieder hatte ich hilfe gesucht und sie nicht erhalten. und dann einfach tabletten über tabletten geschluckt bis ich keine mehr fand.
es macht mir angst. ich habe mich den leuten innen schon lange nicht mehr zugewandt. ich habe schon lange nicht mehr wirklich zugehört. ich habe irgendwie aus unerfindlichen gründen geglaubt "es würde sich schon selbst regeln". wie blöd von mir.
habe ich es denn noch immer nicht gelernt, dass die leute innen auch zuwendung, zuhören und ein "outlet" brauchen? anscheinend nicht.
ich werde den heutigen tag so gut wie möglich dafür verwenden, meine ohren nach innen zu richten.
wenn es nur nicht so furchtbar weh tun würde.
ich habe angst. angst dass ich "die kontrolle" verliere und irgendwer innen in einem moment meiner unaufmerksamkeit wirklich versucht uns alle umzubringen.
diese blöde weihnachtszeit, zeit der "familie". dieses blöde neujahr, zeit des rück- und vorausblickens. der blöde geburtstag, der im april ist, wo der körper 30 wird und wir angst haben, angst vor all dem, was unser leben nicht ist, und wie sehr wir es uns anders vorgestellt haben.
angst, angst, angst.
zu viel davon.
es macht mir angst. ich habe mich den leuten innen schon lange nicht mehr zugewandt. ich habe schon lange nicht mehr wirklich zugehört. ich habe irgendwie aus unerfindlichen gründen geglaubt "es würde sich schon selbst regeln". wie blöd von mir.
habe ich es denn noch immer nicht gelernt, dass die leute innen auch zuwendung, zuhören und ein "outlet" brauchen? anscheinend nicht.
ich werde den heutigen tag so gut wie möglich dafür verwenden, meine ohren nach innen zu richten.
wenn es nur nicht so furchtbar weh tun würde.
ich habe angst. angst dass ich "die kontrolle" verliere und irgendwer innen in einem moment meiner unaufmerksamkeit wirklich versucht uns alle umzubringen.
diese blöde weihnachtszeit, zeit der "familie". dieses blöde neujahr, zeit des rück- und vorausblickens. der blöde geburtstag, der im april ist, wo der körper 30 wird und wir angst haben, angst vor all dem, was unser leben nicht ist, und wie sehr wir es uns anders vorgestellt haben.
angst, angst, angst.
zu viel davon.
alpträume und zerbrochenes
ich hatte einen furchtbaren alptraum diesen nachmittag. der wecker versuchte mich aus diesem zu reißen, aber ich fiel immer und immer wieder in ihn zurück. es war entsetzlich.
ich träumte, ich wäre unter einer gruppe von menschen. ich redete mit ihnen und spürte auf einmal dinge immer und immer wieder in meinem mund, ging zu einem wasserbecken um diese dinge auszuspucken - es waren kleine zahnrädchen. ich redete weiter... doch die zahnrädchen füllten wieder meinen mund wie kleine kieselsteine. ich spuckte sie wieder aus, doch dann spürte ich auf einmal einen stechenden schmerz in meinem magen. und unter der zahnrädchen befand sich nun eine menge blut. ich wusste es auf einmal: jemand von innen hatte rasierklingen geschluckt! und da fand ich den brief in dem stand: "ich habe dir gesagt, dass ich es eines tages tun würde" - geschrieben von jemandem innen.
ich war entsetzt, suchte hilfe, versuchte meine englische freundin L zu finden, fand sie aber nicht. ich sprach mit den leuten um mich herum, doch die stechenden schmerzen und das spucken von zahnrädern und blut wurden immer heftiger und heftiger. bald konnte ich mit niemandem mehr sprechen und um mich herum starrten mich die menschen an - ärzte, schwestern, fremde, freunde... in meinem kopf schrie ich sie alle an: "hört auf mich anzustarren!!" ich hatte solche schmerzen und fühlte mich so hilflos, entstetzt und voller panik.
endlich schaffte ich es aus meinem traum aufzuwachen.
tja und im wirklichen leben? da zerbricht hier eine beziehung, dort geht eine freundschaft den bach runter. da lassen mich die menschen im stich, hier fühle ich mich vollkommen alleine...
ich bin heillos überfordert.
neulich träumte ich immer und immer wieder vergewaltigt zu werden.
ich bin am ende meiner kräfte. und niemand da, der mich stützt.
ich kann nicht mehr. ich wünschte....
und da ist es: ich habe fast keine wünsche und schon gar keine träume mehr. ich glaube an fast nichts mehr. ein bekannter legte mir heute die tarot karten und ich sagte zur deutung einer karte: "vielleicht wünsche ich mir wünsche?" und es war wirklich unglaublich schwierig meine tränen noch irgendwie unter kontrolle zu bekommen.
ich glaube an fast nichts mehr. nicht mehr daran, dass ich je eine beziehung führen werde, die mich glücklich macht, dass ich heiraten werde, kinder bekomme, nicht daran, dass ich die uni jemals auch nur bis zum bachelor abschließen werde, und auch nicht daran, dass mir je irgendwer helfen kann. und daher wünsche ich mir diese dinge auch nicht mehr - denn jedes jahr wieder stelle ich fest: so weit gekommen und nichts erreicht.
ich bin so was von am ende meiner kräfte.
es werden auch wieder andere zeiten kommen.
durchhalten heißt es jetzt. einfach nur zähne zusammenbeißen und durchhalten.
ich träumte, ich wäre unter einer gruppe von menschen. ich redete mit ihnen und spürte auf einmal dinge immer und immer wieder in meinem mund, ging zu einem wasserbecken um diese dinge auszuspucken - es waren kleine zahnrädchen. ich redete weiter... doch die zahnrädchen füllten wieder meinen mund wie kleine kieselsteine. ich spuckte sie wieder aus, doch dann spürte ich auf einmal einen stechenden schmerz in meinem magen. und unter der zahnrädchen befand sich nun eine menge blut. ich wusste es auf einmal: jemand von innen hatte rasierklingen geschluckt! und da fand ich den brief in dem stand: "ich habe dir gesagt, dass ich es eines tages tun würde" - geschrieben von jemandem innen.
ich war entsetzt, suchte hilfe, versuchte meine englische freundin L zu finden, fand sie aber nicht. ich sprach mit den leuten um mich herum, doch die stechenden schmerzen und das spucken von zahnrädern und blut wurden immer heftiger und heftiger. bald konnte ich mit niemandem mehr sprechen und um mich herum starrten mich die menschen an - ärzte, schwestern, fremde, freunde... in meinem kopf schrie ich sie alle an: "hört auf mich anzustarren!!" ich hatte solche schmerzen und fühlte mich so hilflos, entstetzt und voller panik.
endlich schaffte ich es aus meinem traum aufzuwachen.
tja und im wirklichen leben? da zerbricht hier eine beziehung, dort geht eine freundschaft den bach runter. da lassen mich die menschen im stich, hier fühle ich mich vollkommen alleine...
ich bin heillos überfordert.
neulich träumte ich immer und immer wieder vergewaltigt zu werden.
ich bin am ende meiner kräfte. und niemand da, der mich stützt.
ich kann nicht mehr. ich wünschte....
und da ist es: ich habe fast keine wünsche und schon gar keine träume mehr. ich glaube an fast nichts mehr. ein bekannter legte mir heute die tarot karten und ich sagte zur deutung einer karte: "vielleicht wünsche ich mir wünsche?" und es war wirklich unglaublich schwierig meine tränen noch irgendwie unter kontrolle zu bekommen.
ich glaube an fast nichts mehr. nicht mehr daran, dass ich je eine beziehung führen werde, die mich glücklich macht, dass ich heiraten werde, kinder bekomme, nicht daran, dass ich die uni jemals auch nur bis zum bachelor abschließen werde, und auch nicht daran, dass mir je irgendwer helfen kann. und daher wünsche ich mir diese dinge auch nicht mehr - denn jedes jahr wieder stelle ich fest: so weit gekommen und nichts erreicht.
ich bin so was von am ende meiner kräfte.
es werden auch wieder andere zeiten kommen.
durchhalten heißt es jetzt. einfach nur zähne zusammenbeißen und durchhalten.
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