sonntag war G mit uns im zoo. mehrere innenkinder und erwachsene sind aufgetaucht, um das alles mitzuerleben. ich weiß nicht wie lange wir durch den zoo gewandert sind, einfach nur um alles zu vergessen. wir wollten vergessen, er wollte vergessen.
so haben wir uns die tiere angeschaut, wir haben im minuten-takt geswitched und kamen dann furchtbar müde aber dennoch voller guter aufregung nach hause.
montag hatten wir versprochen, wegen der schmerzen in unserer schulter, endlich zum arzt zu gehen. wir hatten eine panik davor, die unbeschreiblich war. "vielleicht bilden wir uns das alles nur ein. oder vielleicht glaubt der arzt, dass wir uns das alles einbilden! oder oder oder!!"
wir haben unsere gefühle raus-gezeichnet, darüber geschrieben und das ganze dann beiseite geschoben und sind auf zum arzt.
der war, wie immer, sehr nett, hat uns tabletten und ein entzündungshemmendes gel verschrieben und uns zum röntgen geschickt.
die ergebnisse sollten wir morgen abend erfahren.
die alte panik: man glaubt uns nicht.
bestätigt durch mit-täter, die uns tatsächlich "nicht geglaubt" haben. und auch nichts getan haben, als wir uns mitteilten.
ich bin gespannt, ob die vergangenheit je aufhört uns auf schritt und tritt einzuholen.
Dienstag, 24. September 2013
Freitag, 20. September 2013
mystery pain, kinder und innere kinder.
wir haben seit ca. anderthalb wochen einen wirklich schlimmen schmerz in der rechten schulter, der sich in den nacken bis zum kopf hinauf zieht.
beim arzt waren wir natürlich noch nicht. wir trauen uns nicht hin, da wir ständig das gefühl haben von ärzten belächelt zu werden. aber wenn's bis montag nicht besser ist, müssen wir wohl. (vor allem, da wir's dem freund versprochen haben).
oh mytery pain, go away, you weren't invited to this party.
kinder.
ja, wir haben jetzt schon, nach noch nicht einmal 4 monaten über's kinder wollen oder nicht-wollen gesprochen. es war uns ein anliegen, da der freund einen bald zehn jahre alten sohn hat... und wir wollten klären, ob er noch kinder will oder nicht mehr.
er meinte, solange sich an der finanziellen situation nichts ändert, wohl eher nicht, und dann hatte er gemeint: es könnte sich vielleicht ausgehen, aber reden wir darüber, wenn wir's mal über's erste jahr geschafft haben.
wir haben daraufhin zwei tage fast nur geweint. wir fühlten uns ohnmächtig, dumm, inkompetent und hielten uns selbst für einen verlierer. denn, wir sind in pension. wir können nicht arbeiten, und so wie's aussieht, wird das auch in nächster zeit nichts werden. wir sind sogar mit dem studium vollkommen überfordert, und das obwohl wir uns maximal zwei vorlesungen im semester zum ziel gesetzt haben. selbst das schaffen wir nicht.
oh seufz.
haben dann lange, lange nachgedacht und noch einmal mit dem freund darüber geredet. und noch einmal nachgedacht. und einige in uns sind sich unschlüssig, ob sie jetzt denn wirklich ein kind wollen oder nicht. und als uns das klar wurde, wurde uns auch klar: solange nicht ALLE, wirklich ALLE in uns für ein kind sind, wird es auch keines geben für uns. denn die zusammenarbeit muss gewährleistet sein. wenn man ein kind groß zieht, gibt's eben kein "ich verabschied' mich mal für'n paar stunden/tage/wochen". und daher wurde auch dieses thema mal ad acta gelegt für den moment.
jetzt ist G bei seinem sohn, der nicht zu uns kann, weil er so eine schlimme tierhaarallergie hat. mit unserem hund und unseren zwei katzen geht das eben nicht.
und wir? wir sitzen alleine zu hause. und uns wurde klar: für G wird es IMMER etwas wichtigeres geben als uns, und das ist sein sohn. und während wir das toll, wichtig und richtig finden, macht es uns doch auch traurig, denn für uns wird es so etwas vielleicht nie geben.
die inneren kinder sind auch traurig. auch weil wir erwachsenen dagegen sind, dass sie, sollte es morgen zu einem zoobesuch mit dem sohnemann kommen, rauskommen. G meinte, das wäre schon okay, aber für uns ist das alles andere als okay. die kinder sprechen in kinderstimme mit kinderausdrücken über kindersachen und haben einen ganz anderen gesichtsausdruck als wir (und riesige augen heh). wir möchten nicht, dass sein sohn etwas bemerkt und dann vielleicht beunruhigt ist.
shana, eins unserer innenkinder war traurig darüber und hat dann G gefragt, ob er wohl einmal nur mit ihr in den zoo gehen würde. und er meinte, ja, das würde er machen.
das hat sie ein wenig beruhigt.
aber ich spüre trotzdem, wie sie traurig sind. darüber, dass georg jetzt bei seinem sohn ist, der nun einmal sein SOHN ist, was sie nicht ganz verstehen, warum sie nicht auch so wichtig sind. sie sind darüber traurig, dass wir hier alleine sitzen. und sie sind traurig, weil es eben niemanden gibt in unserem leben, für den wir die absolute nummer 1 sind (und anscheinend zählt die mutter da nicht, obwohl für garantiert für sie nummer 1 sind. vielleicht weil sie gerade auf 3-wöchigem urlaub ist).
na ja, wir werden sie trösten indem wir uns in decken einwickeln, einen bär umarmen und lesen.
das klappt immer recht gut für sehr viele von uns.
so, genug geschrieben für heute. das war ja schon ein halber roman!
beim arzt waren wir natürlich noch nicht. wir trauen uns nicht hin, da wir ständig das gefühl haben von ärzten belächelt zu werden. aber wenn's bis montag nicht besser ist, müssen wir wohl. (vor allem, da wir's dem freund versprochen haben).
oh mytery pain, go away, you weren't invited to this party.
kinder.
ja, wir haben jetzt schon, nach noch nicht einmal 4 monaten über's kinder wollen oder nicht-wollen gesprochen. es war uns ein anliegen, da der freund einen bald zehn jahre alten sohn hat... und wir wollten klären, ob er noch kinder will oder nicht mehr.
er meinte, solange sich an der finanziellen situation nichts ändert, wohl eher nicht, und dann hatte er gemeint: es könnte sich vielleicht ausgehen, aber reden wir darüber, wenn wir's mal über's erste jahr geschafft haben.
wir haben daraufhin zwei tage fast nur geweint. wir fühlten uns ohnmächtig, dumm, inkompetent und hielten uns selbst für einen verlierer. denn, wir sind in pension. wir können nicht arbeiten, und so wie's aussieht, wird das auch in nächster zeit nichts werden. wir sind sogar mit dem studium vollkommen überfordert, und das obwohl wir uns maximal zwei vorlesungen im semester zum ziel gesetzt haben. selbst das schaffen wir nicht.
oh seufz.
haben dann lange, lange nachgedacht und noch einmal mit dem freund darüber geredet. und noch einmal nachgedacht. und einige in uns sind sich unschlüssig, ob sie jetzt denn wirklich ein kind wollen oder nicht. und als uns das klar wurde, wurde uns auch klar: solange nicht ALLE, wirklich ALLE in uns für ein kind sind, wird es auch keines geben für uns. denn die zusammenarbeit muss gewährleistet sein. wenn man ein kind groß zieht, gibt's eben kein "ich verabschied' mich mal für'n paar stunden/tage/wochen". und daher wurde auch dieses thema mal ad acta gelegt für den moment.
jetzt ist G bei seinem sohn, der nicht zu uns kann, weil er so eine schlimme tierhaarallergie hat. mit unserem hund und unseren zwei katzen geht das eben nicht.
und wir? wir sitzen alleine zu hause. und uns wurde klar: für G wird es IMMER etwas wichtigeres geben als uns, und das ist sein sohn. und während wir das toll, wichtig und richtig finden, macht es uns doch auch traurig, denn für uns wird es so etwas vielleicht nie geben.
die inneren kinder sind auch traurig. auch weil wir erwachsenen dagegen sind, dass sie, sollte es morgen zu einem zoobesuch mit dem sohnemann kommen, rauskommen. G meinte, das wäre schon okay, aber für uns ist das alles andere als okay. die kinder sprechen in kinderstimme mit kinderausdrücken über kindersachen und haben einen ganz anderen gesichtsausdruck als wir (und riesige augen heh). wir möchten nicht, dass sein sohn etwas bemerkt und dann vielleicht beunruhigt ist.
shana, eins unserer innenkinder war traurig darüber und hat dann G gefragt, ob er wohl einmal nur mit ihr in den zoo gehen würde. und er meinte, ja, das würde er machen.
das hat sie ein wenig beruhigt.
aber ich spüre trotzdem, wie sie traurig sind. darüber, dass georg jetzt bei seinem sohn ist, der nun einmal sein SOHN ist, was sie nicht ganz verstehen, warum sie nicht auch so wichtig sind. sie sind darüber traurig, dass wir hier alleine sitzen. und sie sind traurig, weil es eben niemanden gibt in unserem leben, für den wir die absolute nummer 1 sind (und anscheinend zählt die mutter da nicht, obwohl für garantiert für sie nummer 1 sind. vielleicht weil sie gerade auf 3-wöchigem urlaub ist).
na ja, wir werden sie trösten indem wir uns in decken einwickeln, einen bär umarmen und lesen.
das klappt immer recht gut für sehr viele von uns.
so, genug geschrieben für heute. das war ja schon ein halber roman!
Montag, 16. September 2013
wenn die einsamkeit über einen herein bricht.
Die Mutter ist in Urlaub gefahren.
Das heißt jetzt: drei Wochen ohne tägliches Telefonieren, gelegentliche Besuche und lustiges Herumblödeln.
Ich werde sie vermissen.
Aber ich habe auch Angst. Nicht nur davor, dass ihr in Nepal etwas passieren könnte, sondern auch davor dass ich es nicht schaffe den Haushalt zu schmeißen, einkaufen zu gehen (Lebensmittel kaufen ist für mich fast unmöglich ohne Panik Attacken) UND Angst davor, dass mich/uns die Einsamkeit überwältigen wird.
Wir haben nur S und unseren Freund, G.
S ist eine tolle Freundin. Wir haben ihr auch schon von unserer Not berichtet, da G jeden Abend weg ist diese Woche. S hat super reagiert und wird für uns da sein, damit wir nicht komplett vereinsamen.
Wir haben trotzdem Angst.
In letzter Zeit war die Einsamkeit wieder besonders groß.
Wir sehen G, mit seinem riesigen Bekanntenkreis.
Wir sehen den riesigen Bekanntenkreis von SEINEM Bekanntenkreis (z.B. auf einer Geburtstagsparty eines seiner Bekannten, da waren sicher an die 20-30 Menschen) und fühlen uns irgendwie... unfähig.
Wir sind unfähig Bekannte, geschweige denn Freunde, zu haben und halten.
Wir fühlen uns unfähig als Erwachsener.
Wir sind SO FROH, dass wir jetzt jeden Tag mit Daisy zum Hundespielplatz gehen und uns dort mit zwei Frauen unterhalten können.
Das lindert das Gefühl der Einsamkeit schon um einiges.
Denn die beiden Frauen sind wirklich sehr, sehr freundlich und lieb.
Es ist unsere tägliche Dosis des Anti-Einsamkeits-Gefühls.
Und es sind nur etwa 30-60 Minuten Tratsch und Unterhaltung über Belangloses.
Wie toll so etwas sein kann!
Und nun... Drei Wochen voller Fragezeichen.
Wir werden's schon irgendwie rüberbringen.
Das heißt jetzt: drei Wochen ohne tägliches Telefonieren, gelegentliche Besuche und lustiges Herumblödeln.
Ich werde sie vermissen.
Aber ich habe auch Angst. Nicht nur davor, dass ihr in Nepal etwas passieren könnte, sondern auch davor dass ich es nicht schaffe den Haushalt zu schmeißen, einkaufen zu gehen (Lebensmittel kaufen ist für mich fast unmöglich ohne Panik Attacken) UND Angst davor, dass mich/uns die Einsamkeit überwältigen wird.
Wir haben nur S und unseren Freund, G.
S ist eine tolle Freundin. Wir haben ihr auch schon von unserer Not berichtet, da G jeden Abend weg ist diese Woche. S hat super reagiert und wird für uns da sein, damit wir nicht komplett vereinsamen.
Wir haben trotzdem Angst.
In letzter Zeit war die Einsamkeit wieder besonders groß.
Wir sehen G, mit seinem riesigen Bekanntenkreis.
Wir sehen den riesigen Bekanntenkreis von SEINEM Bekanntenkreis (z.B. auf einer Geburtstagsparty eines seiner Bekannten, da waren sicher an die 20-30 Menschen) und fühlen uns irgendwie... unfähig.
Wir sind unfähig Bekannte, geschweige denn Freunde, zu haben und halten.
Wir fühlen uns unfähig als Erwachsener.
Wir sind SO FROH, dass wir jetzt jeden Tag mit Daisy zum Hundespielplatz gehen und uns dort mit zwei Frauen unterhalten können.
Das lindert das Gefühl der Einsamkeit schon um einiges.
Denn die beiden Frauen sind wirklich sehr, sehr freundlich und lieb.
Es ist unsere tägliche Dosis des Anti-Einsamkeits-Gefühls.
Und es sind nur etwa 30-60 Minuten Tratsch und Unterhaltung über Belangloses.
Wie toll so etwas sein kann!
Und nun... Drei Wochen voller Fragezeichen.
Wir werden's schon irgendwie rüberbringen.
Mittwoch, 28. August 2013
switcharoo... wenn die Beweise dafür da sind.
mit unserem Freund wird dermaßen viel geswitcht, dass wir uns schon ganz müde und ausgelaugt fühlten.
den heutigen tag haben wir uns nur für uns genommen. Mal ein wenig in der Wohnung was gemacht, dann ne Stunde schlafen, dann auf den Spanisch Kurs pfeifen, weil der Kursleiter eh nur Monologe hält, obwohl's eigentlich ein *Konversations*kurs wäre, statt dessen ein Bad nehmen, ne Gesichtsmaske auftragen und einfach nur unser Dasein genießen.
Wir haben zur Zeit an die 27 Realities die aktiv sind. Alle wollen sie mit G reden, kuscheln, und einfach nur seine Anwesenheit genießen.
Er hat sich mittlerweile eine Liste gemacht, mit all den Realities, die er kennengelernt hat.
Als unsere - mittlerweile fast schon "ehemalige" - Hauptpersönlichkeit oder Außenpersönlichkeit die Liste gesehen hat, wurde sie fast panisch. Es macht ihr Angst so viele "Beweise" zu haben, dass es uns gibt.
Aber uns geht es im Großen und Ganzen (außer eben der Müdigkeit) sehr, sehr gut damit.
Wir fühlen uns so lebendig wie schon seit Jahren nicht mehr.
Wir sind so unglaublich dankbar jemanden wie G in unserem Leben zu haben, wir freuen uns auf jeden neuen Tag mit ihm.
Also gab's heute eben mal ne "Auszeit" für den Körper, ein paar Wohlfühlsachen zu tun muss auch sein.
Das Leben ist zur Zeit zwar anstrengend, aber schön. :)
den heutigen tag haben wir uns nur für uns genommen. Mal ein wenig in der Wohnung was gemacht, dann ne Stunde schlafen, dann auf den Spanisch Kurs pfeifen, weil der Kursleiter eh nur Monologe hält, obwohl's eigentlich ein *Konversations*kurs wäre, statt dessen ein Bad nehmen, ne Gesichtsmaske auftragen und einfach nur unser Dasein genießen.
Wir haben zur Zeit an die 27 Realities die aktiv sind. Alle wollen sie mit G reden, kuscheln, und einfach nur seine Anwesenheit genießen.
Er hat sich mittlerweile eine Liste gemacht, mit all den Realities, die er kennengelernt hat.
Als unsere - mittlerweile fast schon "ehemalige" - Hauptpersönlichkeit oder Außenpersönlichkeit die Liste gesehen hat, wurde sie fast panisch. Es macht ihr Angst so viele "Beweise" zu haben, dass es uns gibt.
Aber uns geht es im Großen und Ganzen (außer eben der Müdigkeit) sehr, sehr gut damit.
Wir fühlen uns so lebendig wie schon seit Jahren nicht mehr.
Wir sind so unglaublich dankbar jemanden wie G in unserem Leben zu haben, wir freuen uns auf jeden neuen Tag mit ihm.
Also gab's heute eben mal ne "Auszeit" für den Körper, ein paar Wohlfühlsachen zu tun muss auch sein.
Das Leben ist zur Zeit zwar anstrengend, aber schön. :)
Freitag, 23. August 2013
Von sich auflösenden Tumoren und neverending friendships
Ich konnte nicht widerstehen gestern und habe Jae, meiner früheren besten Freundin, eine Freundschaftsanfrage via Facebook geschickt.
Sie hat diese positiv beantwortet und auf meine mitgeschickte PN geantwortet.
Es war ein wunderschöner Austausch.
Ich kann gar nicht sagen, wie glücklich wir im Moment sind. So wunderbar glücklich.
Wir wollen wieder eine vorsichtige Freundschaft mit ihr beginnen.
Aber das alles hat uns so so glücklich gemacht!
Es spielte aber auch noch etwas anderes mit: unsere Freundin, die ebenfalls multipel ist, hat keinen Tumor mehr! Er hat sich aufhin von Bestrahlung und Chemo vollständig aufgelöst!!!!!!!!!!
Wir hatten so ein Riesen-Grinsen im Gesicht, als sie uns das via Facebook mitteilte.
Warum läuft heutzutage eigentlich alles über Facebook? lol.
Wir möchten feiern. Mit S, unserer Freundin, und wegen Jae.
Wir planen schon einen Besuch nach Amerika, ohne Jae vorher überhaupt gefragt zu haben. Aber ich weiß, dass wir gewisse Dinge einfach nur persönlich klären können.
vielleicht geht es sich nächstes Jahr mal aus.
Wir sind ein Bündel fröhlicher Energie innerlich. Auch wenn's von Außen wahrscheinlich anders aussieht. Es ist einfach zu schön um wahr zu sein.
Things are falling into place.
Sie hat diese positiv beantwortet und auf meine mitgeschickte PN geantwortet.
Es war ein wunderschöner Austausch.
Ich kann gar nicht sagen, wie glücklich wir im Moment sind. So wunderbar glücklich.
Wir wollen wieder eine vorsichtige Freundschaft mit ihr beginnen.
Aber das alles hat uns so so glücklich gemacht!
Es spielte aber auch noch etwas anderes mit: unsere Freundin, die ebenfalls multipel ist, hat keinen Tumor mehr! Er hat sich aufhin von Bestrahlung und Chemo vollständig aufgelöst!!!!!!!!!!
Wir hatten so ein Riesen-Grinsen im Gesicht, als sie uns das via Facebook mitteilte.
Warum läuft heutzutage eigentlich alles über Facebook? lol.
Wir möchten feiern. Mit S, unserer Freundin, und wegen Jae.
Wir planen schon einen Besuch nach Amerika, ohne Jae vorher überhaupt gefragt zu haben. Aber ich weiß, dass wir gewisse Dinge einfach nur persönlich klären können.
vielleicht geht es sich nächstes Jahr mal aus.
Wir sind ein Bündel fröhlicher Energie innerlich. Auch wenn's von Außen wahrscheinlich anders aussieht. Es ist einfach zu schön um wahr zu sein.
Things are falling into place.
Donnerstag, 1. August 2013
lebenswillen
Manchmal fehlt er uns ein wenig, der Lebenswillen.
Es ist so schwer hier alleine in der Wohnung zu sitzen, und nicht zu vergessen, dass da draußen auch noch Freude exisitiert.
In unserem Kopf exisitert der Terror der Vergangenheit noch so real, manchmal realer als die Welt, die es außerhalb dieser Wände gibt.
Wenn wir dann aus dem Fenster blicken, sehen wir oft keine Straßen mit spazierenden Menschen, keine Straßenbahnen, keine hohen Häuser.
Wir sehen statt dessen die Bäume im Garten der Großmutter. Wir hören Schreie der Urgroßmutter, wir hören Schreie unserer Cousinen. Wir fühlen unsere Tränen auf den Wangen, statt der Trockenheit, die jetzt auf unserer Haut ist. Eine Realität überlappt mit der anderen und wir wissen nicht, ob wir der Hölle unserer Kindheit wirklich je entkommen sind, je entkommen können.
Wir werden weiter leben, aber welchen Preis zahlen wir, mit den täglichen Flashbacks, mit dem täglichen Überlebenskampf? Uns wurde unsere Freude gestohlen, und die Menschen da draußen sehen oft nur die Narben, die dieser Kampf hinterlassen hat.
Wir sind heute freudlos.
Es ist so schwer hier alleine in der Wohnung zu sitzen, und nicht zu vergessen, dass da draußen auch noch Freude exisitiert.
In unserem Kopf exisitert der Terror der Vergangenheit noch so real, manchmal realer als die Welt, die es außerhalb dieser Wände gibt.
Wenn wir dann aus dem Fenster blicken, sehen wir oft keine Straßen mit spazierenden Menschen, keine Straßenbahnen, keine hohen Häuser.
Wir sehen statt dessen die Bäume im Garten der Großmutter. Wir hören Schreie der Urgroßmutter, wir hören Schreie unserer Cousinen. Wir fühlen unsere Tränen auf den Wangen, statt der Trockenheit, die jetzt auf unserer Haut ist. Eine Realität überlappt mit der anderen und wir wissen nicht, ob wir der Hölle unserer Kindheit wirklich je entkommen sind, je entkommen können.
Wir werden weiter leben, aber welchen Preis zahlen wir, mit den täglichen Flashbacks, mit dem täglichen Überlebenskampf? Uns wurde unsere Freude gestohlen, und die Menschen da draußen sehen oft nur die Narben, die dieser Kampf hinterlassen hat.
Wir sind heute freudlos.
Dienstag, 30. Juli 2013
einsamkeit trotz der vielen leute im kopf?
als nicht-multiple/r fragt man sich vielleicht manchmal, wie jemand einsam sein kann, wenn er/sie doch soooo viele menschen hat, die mit einem/r den kopf teilen.
oh ja es ist einsam. es ist so einsam.
ich sitze hier, während mein freund in deutschland auf urlaub ist, und frage mich, wieso die einsamkeit so dermaßen an mir nagt.
und ich weiß einige antworten. eine davon ist sicherlich: weil er uns sieht. weil er versteht, was wir sind.
und das ist es, was uns heute abgeht, und gestern abging.
die tage ohne ihn sind lang. die nächte ohne ihn verwirrend. es ist einsam.
die leute innen wollen gesehen werden. wollen als menschen gesehen werden, wollen genauso von jemandem außen gehalten und verstanden werden, wie alle anderen menschen eben auch.
ja, es ist einsam.
aber das alleine ist es nicht, was uns so einsam fühlen lässt.
es ist auch die schweirigkeit anderen menschen zu begegnen, wenn wir doch so so viele narben haben.
wir tragen unseren schmerz auf unserer haut. wir sind über die selbstverletzung "noch nicht hinweg". wir tragen unsere wut auf unserer haut. wir sind oft so zornig, dass wir glauben explodieren zu müssen.
und es ist nicht nur eine innenperson, die sich selbst verletzt. es sind einige.
es macht uns auch einsam, dass die menschen in unserer umgebung nicht wissen, wie sie dem schmerz und dem zorn, den wir auf unserer haut tragen, begegnen solllen.
wir wollen in die welt hinausschreien: JA, wir haben schmerz erlebt. JA, wir sind oft so überfordert mit unseren gefühlen, dass wir nicht mehr wissen, wie wir mit ihnen umgehen sollen. JA, es gab sehr oft sehr furchtbare momente in unserem leben. ABER: wir sind trotzdem menschen. wir sind nette menschen, wir lieben, lachen und leben genauso gerne wie viele andere! wir sind nicht dermaßen anders als ihr!
die therapeutin (die jetzt glücklicherweise wieder da ist!!!) hat gemeint, wir sollten vielleicht genau dies tun. es konfrontativ ansprechen. die leute mit dem, was sie sowieso sehen, konfrontieren und sie "zwingen" darüber zu sprechen.
zu viel distanz zu uns, weil wir schmerz erlebt haben. es macht uns so einsam.
und da hilft es nichts, dass wir viele sind.
wir braucht AUCH bestätigung von unseren mitmenschen. wir brauchen AUCH freundschaften und bekanntschafen. so wie jeder mensch da draußen eben auch.
oh ja es ist einsam. es ist so einsam.
ich sitze hier, während mein freund in deutschland auf urlaub ist, und frage mich, wieso die einsamkeit so dermaßen an mir nagt.
und ich weiß einige antworten. eine davon ist sicherlich: weil er uns sieht. weil er versteht, was wir sind.
und das ist es, was uns heute abgeht, und gestern abging.
die tage ohne ihn sind lang. die nächte ohne ihn verwirrend. es ist einsam.
die leute innen wollen gesehen werden. wollen als menschen gesehen werden, wollen genauso von jemandem außen gehalten und verstanden werden, wie alle anderen menschen eben auch.
ja, es ist einsam.
aber das alleine ist es nicht, was uns so einsam fühlen lässt.
es ist auch die schweirigkeit anderen menschen zu begegnen, wenn wir doch so so viele narben haben.
wir tragen unseren schmerz auf unserer haut. wir sind über die selbstverletzung "noch nicht hinweg". wir tragen unsere wut auf unserer haut. wir sind oft so zornig, dass wir glauben explodieren zu müssen.
und es ist nicht nur eine innenperson, die sich selbst verletzt. es sind einige.
es macht uns auch einsam, dass die menschen in unserer umgebung nicht wissen, wie sie dem schmerz und dem zorn, den wir auf unserer haut tragen, begegnen solllen.
wir wollen in die welt hinausschreien: JA, wir haben schmerz erlebt. JA, wir sind oft so überfordert mit unseren gefühlen, dass wir nicht mehr wissen, wie wir mit ihnen umgehen sollen. JA, es gab sehr oft sehr furchtbare momente in unserem leben. ABER: wir sind trotzdem menschen. wir sind nette menschen, wir lieben, lachen und leben genauso gerne wie viele andere! wir sind nicht dermaßen anders als ihr!
die therapeutin (die jetzt glücklicherweise wieder da ist!!!) hat gemeint, wir sollten vielleicht genau dies tun. es konfrontativ ansprechen. die leute mit dem, was sie sowieso sehen, konfrontieren und sie "zwingen" darüber zu sprechen.
zu viel distanz zu uns, weil wir schmerz erlebt haben. es macht uns so einsam.
und da hilft es nichts, dass wir viele sind.
wir braucht AUCH bestätigung von unseren mitmenschen. wir brauchen AUCH freundschaften und bekanntschafen. so wie jeder mensch da draußen eben auch.
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